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Jan Brandt
Autor, Preisträger 2001
Frank Jakobs
Literaturagentur Landwehr & Cie
Wilhelm Trapp
Lektor, Rowohlt Berlin Verlag
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Literaturpreis Prenzlauer Berg: Die Gewinner 2011 |
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1. Preis: Jenifer Joanna Becker
"Kinder-Gesichter"
2. Preis: Stefanie de Velasco
"Tigermilch"
3. Preis: Nicht vergeben.
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Service & Kontakt
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Anschrift:
LiteraturOrt Prenzlauer Berg
c/o Georg Büchner Buchladen
Wörther Str. 16
10405 Berlin
Deutschland
Telefon: (030)442 13 01
Fax: (030)442 92 05
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Literaturfest am Kollwitzplatz 
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So 29.5. 2011, 11-19 h - Literaturfest am Kollwitzplatz |
Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken und Antiquariate
stellen sich vor.
Bühnenprogramm von 11.30 – 19 Uhr
11.30 Uhr
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Theater ON: "Steinsuppe" - eine überraschende Geschichte, frei nach dem Kinderbuch von Anais Vaugelade.
Gespielt und erzählt von Uta Schulz.
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| 12.00 |
Die jungen Schreiberlinge aus der Geschichtenwerkstatt von Claudia Kühn lesen neue Texte vor, die sie selbst geschrieben haben.
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| 12.30 |
Livia, Jakob, Isabella und weitere Mitstreiter aus dem Leseclub "Undercover" im Georg Büchner Buchladen stellen ihre Auswahl der besten Jugendbücher vor.
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| 13.00 |
Sybille Hein erzählt von "Prinzessin Knöpfchen und Prinz Schleimi", singt Quatsch-Lieder und verrät euch ein paar ihrer lustigen Streiche.
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| 13.30 |
Wolfram Venohr stellt Bilder seines Fotobandes "Prenzlauer Berg" vor und erzählt, wie diese entstanden sind. Eine Zeitreise in Bildern von 1980 bis in die Gegenwart.
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| 14.00 |
Esther Kinsky liest aus "Banatsko".
Moderation: Gerrit Bartels, Tagesspiegel.
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| 14.30 |
Matthias Frings liest aus "Ein makelloser Abstieg".
Moderation: Gunnar Cynybulk, Aufbau-Verlag.
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| 15.00 |
Ricarda Junge liest aus "Die komische Frau".
Moderation: Steffen Gommel, S. Fischer
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| 15.30 |
Moritz v. Uslar liest aus "Deutschboden".
Moderation: Gerrit Bartels.
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| 16.00 |
Ulrike Draesner liest aus "Richtig liegen. Geschichten in Paaren".
Moderation: Sabeth Vilmar, Georg Büchner Buchladen am Kollwitzplatz.
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| 16.30 |
Dirk Kurbjuweit liest aus "Kriegsbraut".
Moderation: Wilhelm Trapp, Rowohlt.
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| 17.00 |
Peggy Mädler liest aus "Legende vom Glück des Menschen".
Moderation: Lisa Kaiser, Galiani Verlag.
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17.30
18.00
18.30
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Knut Elstermann liest "Früher war ich ein Filmkind".
Alexander Osang liest aus "Königstorkinder".
Moderation: Salli Sallmann, rbb.
Peter Wawerzinek liest aus "Rabenliebe".
Moderation: Salli Sallmann.
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Das Bühnenprogramm wird vom S.Fischer Verlag gesponsert.
| 14.00 Uhr |
Kathrin Röggla liest aus „Die Alarmbereiten“, ihrem neu- en im Frühjahr 2010 im S. Fischer Verlag veröffentlichten Prosaband. In sieben Kurzgeschichten erzählt die 1971 in Salzburg geborene und in Berlin lebende Prosa-, Hör- spiel- und Theaterautorin – bekannt für ihr sozialkritisches Interesse – von einer Welt in Alarmbereitschaft. Dabei ge- lingt es ihr – diverse Krisenszenarios durchspielend – , das ständige Katastrophengerede der Medien als reines Getöse rhetorischer Gesten bloßzulegen.
Moderation: Gerrit Bartels (Kulturredakteur beim Tagesspiegel)
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| 14.30 Uhr |
Clemens Meyer liest aus „Gewalten. Ein Tagebuch“, in welchem sich der 1977 geborene Leipziger Autor dem Titel gemäß erstmals an einer Art Tagebuch versucht: Ein Jahr lang hat er das Leben beobachtet und mit Wut und Witz beschrieben: Krisen, Tod, Krankheiten, Terror u.v.m., Gewalten unserer Zeit. Er setzt sich diesen aus bzw. literarisch mit ihnen auseinander und liefert damit ein anschauliches Bild unserer Gegenwart in all ihrer Rohheit, Unheimlichkeit und Schönheit ab. „Gewalten“ ist im Frühjahr 2010 im S. Fischer Verlag erschienen und Clemens Meyers dritte Buchveröffentlichung.
Moderation: Gerrit Bartels (Kulturredakteur beim Tagesspiegel)
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| 15.00 Uhr |
Annika Reich liest aus „Durch den Wind“, ihrem im Februar 2010 im Hanser Verlag erschienen Debütroman. Die Autorin, die zuvor bereits zwei „ausgezeichnete“ Erzählungen veröffentlicht hat, nimmt dabei ihre, wie sie selbst, in Berlin lebenden Altersgenossinnen in den Blick. Mit Witz und Einfühlsamkeit erzählt sie von vier „typischen“ Mittdreißigerinnen, die das Neue wollen, jedoch vor alten Fragen und Herausforderungen stehen. Auf der Suche nach Liebe und Sinn, gelangen die vier Freundinnen schließlich zur Einsicht: Leben lernen muss jede für sich allein.
Moderation: Marion Brasch (Hörfunkmoderatorin beim RBB-Sender radio eins und Jurymitglied beim Literaturpreis Prenzlauer Berg 2010)
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| 15.30 Uhr |
Sieglinde Geisel liest aus „Nur im Weltall ist es wirklich still. Vom Lärm und der Sehnsucht nach Stille“, ihrem Lese- und Trostbuch für Lärmge- plagte (Galiani Verlag, 2010). In diesem nimmt die gebürtige Schweizerin, die als Auslandskorres- pondentin für die Neue Zürcher Zeitung über Berlins Kulturleben berichtet, das Verhältnis der Menschen zur Akustik ihrer Umwelt über die letzten 2000 Jahre hinweg unter die Lupe. Dabei kommen zahlreiche Ohrenzeugen von Horaz über Kurt Tucholsky, John Cage und Hans Magnus Enzensberger zu Wort.
Moderation: Wolfgang Hörner (Verleger, Galiani Berlin)
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| 16.00 Uhr |
Claudia Rusch liest aus „Mein Rügen“ , das, wie ihr Bestseller „Meine freie deutsche Jugend“ (S. Fischer Verlag, 2003) ein sehr persönliches Buch ist. Die heute in Berlin lebende Autorin und Fernsehmoderatorin verbrachte ihre frühe Kindheit sowie zahlreiche Urlaube auf der Insel Rügen, von der sie pointiert und sehnsuchtsvoll zu erzählen weiß. Ihre „Inselerinnerungen“, die im März 2010 vom mareverlag herausgegeben wurden, verknüpft sie mit wissenswerten Fakten und Beobachtungen in gewohnt unterhaltsamer Weise.
Moderation: Steffen Gommel (Vertreter der S. Fischer Verlage in Berlin)
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| 17.00 Uhr |
Franz Dobler liest aus „Letzte Stories. 26 Geschichten für den Rest des Lebens“, seinem im März beim Blumenbar Verlag er- schienenen Prosaband. Die darin enthaltenen Geschichten hat der in Augsburg lebende Autor, Journalist (u.a. SZ, Junge Welt) und DJ alpha- betisch angeordnet, so dass sie ein „ABC des Lebens“ ergeben. Es sind Geschichten über die vermeintlichen Verlierer unserer Tage: Sie handeln von Parkbankbewohnern, von einem, der doch nicht wahnsinnig wird, vom mysteriösen Pärchen Ying und Yang oder einem vertraulichen Gespräch mit einer Katze.
Moderation: Henriette Gallus (Leiterin der Abteilung Presse und Veran- staltungen, Blumenbar Verlag Berlin)
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| 18.00 Uhr |
Michael Lentz liest aus „Offene Unruh. 100 Liebesge- dichte“, seinem neuen Gedichtband (S. Fischer Verlag, 2010). Darin zeigt der vielseitig begabte Berliner (Lyrik-, Prosa-, Hörspiel-, Theaterautor und Musiker) und Bachmann-Preisträger in gewohnt virtuosem Sprachspiel die Facetten der Liebe auf. Obwohl die Liebe wohl das häufigste Thema in der Lyrik ist, kann Lentz mit seiner pointierten Wortakrobatik innovative Ansätze finden, lädt zu neuen Gedanken- spielen ein. Schon lange wurde nicht mehr derart ungestüm und offen von der Unruhe, die wir Liebe nennen, gesprochen.
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| 17.30 Uhr |
Maxim Leo liest aus „Haltet euer Herz bereit. Eine ost- deutsche Familiengeschichte“, eine autobiographische Beschreibung eines ungewöhnlichen Lebensweges in der DDR, humorvoll und außergewöhnlich geschrieben. Großartig!
Moderation: Salli Sallmann (Autor und Literaturredakteur beim Kulturradio des RBB)
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| 16.30 Uhr |
Der bekannte Berliner Kabarettist und Schriftsteller Peter Ensikat liest aus "Populäre DDR Irrtümer". Ohne Nostalgie und Ostalgie, sondern bissig und vergnüglich rückt er in seinem Lese-Lexikon einer Fülle irriger Ansichten auf den Leib und wirft einen Blick zurück auf die DDR, frei nach dem Motto "Das Gegenteil von einem Irrtum ist ein Irrtum" (Hanns Eisler).
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Termine 2012
15.
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Literaturwoche
Prenzlauer Berg
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vom 1.6. - 7.6. 2012
Literaturpreis Prenzlauer Berg
Sonntag, 3.6.2012 um 11 Uhr Bibliothek am Wasserturm
Literaturfest am Kollwitzplatz
am Sonntag 3.6.2012 von 11-19 Uhr
mit großem Jubiläumsprogramm
auf der Bühne
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Veranstaltungen
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Was ist Ihr Literaturort in Prenzlauer Berg? |
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15 Jahre Literaturort Prenzlauer Berg
Was ist IHR Literaturort in Prenzlauer Berg?
Sie sind gefragt! Nehmen Sie an unserem Wettbewerb teil!
Ein Raum, eine Buchhandlung, eine Bibliothek, eine Parkbank, ein Text, ein Buch, etwas Selbstgeschriebenes, der Lesesessel zu Hause... alles kommt in Frage!
Schicken Sie uns Ihre Ideen: ob Foto, Text oder Beschreibung, auf Facebook, per email, oder bringen Sie sie persönlich in die Buchhandlung!
Am Freitag, 1. Juni 2012, ab 20 Uhr während der Jubiläumsfeier, werden die fünf besten Ideen prämiert.
Einsendungen an: Georg Büchner Buchladen, Wörther Str. 16, 10405 Berlin
Tel. 442 1301 Fax 4429205 www.literaturortprenzlauerberg.de
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Literaturwoche 2011
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Rückblick
auf die Verleihung des 14. Literaturpreises Prenzlauer Berg 2011
Dieses
Jahr stand der Wettbewerb um den Literaturpreis Prenzlauer Berg unter dem Thema
„Nichts bleibt, wie es ist: Geschichten vom Wandel“. Zehn der dreihundert
Einsendungen hatten es in die engere Wahl geschafft. Während die Sonne durch
die hohen Fenster fiel, machten es sich die Zuhörer, viele mit einem
spätnachmittäglichen Glas Wein, gemütlich: Die Präsentation der zehn Texte
wurde von einem gut gefüllten Saal in der Bibliothek am Wasserturm erwartet.
Die drei Damen, die die diesjährige, vom Literaturverein unabhängige Jury
bildeten, zückte ihre Stifte. Und nach einer schwungvollen Eröffnung, die mit
dem passenden Brecht-Zitat „Alles wandelt sich. Neu beginnen. Kannst du mit dem
letzten Atemzug.“ schloß, wurde für zweieinhalb Stunden teils gelangweilt, doch
die meiste Zeit vor allem interessiert, amüsiert, berührt, ja gefesselt den
Lesungen der jungen AutorInnen gelauscht, die ihre Texte selbst vortrugen.
Kurzgeschichten und Romanananfänge wurden vorgestellt, Glossen waren darunter
genauso wie fast schon lyrisch wirkende Prosa: Der Nachmittag verging wie im
Flug.
Nach
eineinhalb Stunden Beratungszeit, um 20 Uhr, verkündeten Esther Kormann vom
Galiani Verlag Berlin, Wiebke Poromka, Journalistin, und Annika Reich, Autorin,
schließlich ihre Wahl: Von der Jury gekührt wurden die beiden
Nachwuchsschriftstellerinnen Jenifer Johanna Becker und Stefanie de Velasco.
Nachdem die Texte der beiden Autorinnen, wie die Jury erläuterte, stilistisch
einen großen Abstand zu denen der anderen Bewerber aufwiesen, hatte sie sich
entschlossen, zwei statt drei der Texte den Literaturpreis zu verleihen. Durch
ihre professionelle Kritik, die deutlich machte, dass der Preis nicht einfach
zu erringen gewesen war, verlieh die Jury dem Wettbewerb ein kaum zu
überschätzendes Niveau. So wurde die mit viel Mühe getroffene und
gelungene Vorauswahl, die die zehn vorgestellten Texte von 290 anderen deutlich
abgehoben hatte, und die die Vorjury des Literaturvereins nach wochenlangem
intensivem Lesen getroffen hatte, von zwei strahlende Siegerinnen gekrönt, die
nach der Preisverleihung euphorisch feierten und sich zu Recht feiern ließen.
Autorinnen
und Jury über die Gewinnertexte
„Kinder-Gesichter“
von Jenifer Johanna Becker, eine Geschichte, die einen Bombenangriff auf ein
Dorf aus der Sicht eines kleinen Jungen schildert, wurde von der Jury als
ungewohnt frei von Klischees gefeiert; der Einstieg des Textes fand großen
Anklang, er errang genau wie die klare Sprache der erst 23-jährigen Autorin
viel Lob. Anschließend an die Preisverleihung erläuterte Jenifer Johanna
Becker, dass die Geschichte der 20-seitige Auftakt zu einem zukünftigen Roman
sei, der aus der Sicht eines kleinen Jungen alles Furchtbare, Tragische,
Grausame, aber auch Skurille und Menschliche eines Krieges aufzeigen solle. Sie
habe während ihrer journalistischen, sachlichen Auseinandersetzung mit dem
Thema Krieg gemerkt, dass es unheimlich wichtig sei, sich der Herausforderung
zu stellen, gerade Kriege nicht nur sachlich-jouralistisch, sondern auch
literarisch dem Leser nahe zu bringen. Diese Herausforderung möchte sie in den
nächsten Monaten annehmen.
Auch der Text „Tigermilch“
von Stefanie de Velasco, 32, der den zweiten Preis errang, ist der Auszug aus
einem Roman, dessen Geschichte die Autorin als Mischung aus „Die Kinder von
Büllerbü“ und „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ beschreibt. Der Roman wird die
Geschichte zweier etwa 13- bis 14-jähriger Berliner Emo-Mädchen erzählen, die
einerseits unschuldig, fast naiv wirken, und die sich durch die Stadt und die
Tage treiben lassen, die sich auf der anderen Seite aber freiwillig an der
Kurfürstenstraße in Berlin prostituieren. Sie sind Teenies, die kaum wissen,
was sie tun, es aber zugleich ganz genau wissen. Der Text ist schrill und
zugleich berührend, die Jury beschrieb ihn als überraschend und dramatisch,
jedoch ohne Betroffenheitspathos. Die Figurenzeichnung beeindrucke genauso wie
die Selbstverständlichkeit, mit der der Text seine unglaubliche und doch
zugleich alltägliche Geschichte erzähle. Fertiggestellt soll der Roman laut
Autorin in wenigen Monaten sein.
Heike Joswig
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