Jurymitglieder 2013

Maxim Leo

Autor und Journalist

Veronika Peters

Schriftstellerin

Friederike Schilbach

Lektorin, S. Fischer Verlage

 
Literaturpreis 2012 Die Gewinner

1. Preis: Christoph Schreiber

1990

 

2. Preis: Anna-Maria Brehm

Die Grenze

 

2. Preis: Jan Decker

Vogelkunde für Städtebewohner 

 

 

Anna-Maria Brehm und Jan Decker teilen sich den zweiten Preis.

 

 

 

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Anschrift:

LiteraturOrt Prenzlauer Berg

c/o Georg Büchner Buchladen

 

Wörther Str. 16

10405 Berlin

Deutschland

 

Telefon: (030)442 13 01

Fax: (030)442 92 05

 
Montag, 20. Mai 2013
15. Literaturwoche 01.06.-07.06.2012
Sonntag, 10. Juni 2012

Zum 15. Mal Literaturwoche Prenzlauer Berg!

 

Lesen Sie hier den Rückblick auf die Buchparty, das Literaturfest am Kollwitzplatz und die Lesungen.

 

 

Rückblick auf die Literaturwoche 2012

 

 

Die Buchparty am Freitag, 1. Juni 2012

 

Den Auftakt zur Literaturwoche Prenzlauer Berg 2012 machte die große Buchparty in der Ausstellungshalle der Bibliothek am Wasserturm. Mit Wein, Musik, Programm und netten Gesprächen wurde der Abend zu einem fröhlichen Beisammensein literaturbegeisterter Menschen.

 

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Der LiteraturOrt Prenzlauer Berg e.V. lud ein, um das 15. Jubiläum der Literaturwoche zu feiern und hatte in diesem Sinne Autoren, Kunden und Freunde im Vorfeld dazu aufgerufen, ihren persönlichen LiteraturOrt zu beschreiben, zu fotografieren oder auf andere Weise zu Papier zu bringen.

Was dabei an vielfältigen Beiträgen heraus kam, wurde von Sabeth Vilmar, Inhaberin des Georg Büchner Buchladens, Steffen Gommel vom Fischer Verlag und Detlef Bahr, Vereinsmitglied und Mitarbeiter des Georg Büchner Buchladens, lebhaft vorgetragen und visuell präsentiert.

 

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Unter anderem dabei: die LiteraturOrte von Marion Brasch, Jens Sparschuh und Sabine Ludwig. Knut Elstermann trat selbst vors Publikum, um seinen LiteraturOrt vorzustellen.

Im Anschluss wurde die Frage an die anwesenden Gäste weitergereicht, die sich nach zuerst verlegenen Blicken Richtung Boden, doch zahlreich und kreativ daran beteiligten.

Nach einer kleinen Pause ging es weiter im Programm mit Ahne. Seine Zwiegespräche mit Gott sorgten bei den Zuhörern für herzliches Lachen und ausgelassene Stimmung.

Ihm folgte Radioeins DJ Wachtmeister Hübner, der mit tanzbaren Klassikern die Gäste für den Rest des Abends zum Feiern animierte.

 

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Ahne in Aktion:

 

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Erinnerungstücke aus den letzten 15 Jahre: LiteraturOrt Prenzlauer Berg

 

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Das Literaturfest am Sonntag, 3. Juni 2012

 

Ein zu Beginn noch sonniger Sonntag am Kollwitzplatz in Berlin Prenzlauer Berg. Morgens um 10 Uhr begann das rege Treiben entlang der Wörtherstraße. 60 Verlage und 6 Buchhandlungen kamen mit Kisten voll literarischer Schätze, um sie dem interessierten Publikum zu präsentieren.

 

  

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  2012_lindner.jpgDas Bühnenprogramm im Festzelt wurde um 12 Uhr durch Günther Lindner vom Theater o. N. eröffnet. Mit liebevoll und detailreich gestalteten Requisiten stellte er die Geschichte der drei kleinen Schweinchen und dem Wolf dar. Sowohl Kinder als auch Erwachsene waren begeistert!

 

 

 

 

 

Im Anschluss kam Claudia Kühn mit den jungen Schreiberinnen und Schreibern ihrer Geschichtenwerkstatt auf die Bühne, die ihre selbst verfassten Texte vortrugen.

 

Der Leseclub Undercover stellte auch in diesem Jahr wieder seine Lieblingbücher vor. Die mutigen Kinder und Jugendlichen lasen ganz wunderbar aus ihnen vor und begründeten, warum ihre Wahl z.B. auf Kirsten Boies Jungen, der Gedanken lesen konnte, fiel.   

 

 

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Tamara Bach las aus ihrem Roman „Was vom Sommer übrig ist“ und beantwortete danach die Fragen der Kinder des Leseclubs. Auf die Frage, warum sie Bücher für Kinder und Jugendliche schreibe, antwortete sie ins Publikum: „Liebe Erwachsene, ihr dürft auch gerne meine Bücher lesen!“ Außerdem ließ sie uns wissen, dass sie meist Anfang und Ende eines Buches zu Beginn des Schreibens kenne, allerdings das ganze Dazwischen erst im Verlauf der Arbeit daran entwickle.

 

Das offizielle Erwachsenenprogramm begann dann mit der Berliner Autorin Annett Gröschner, die ihren neuen Roman „Walpurgisnacht“ vorstellte, in dem sie anhand verschiedener Figuren und Geschichten den Ausnahmezustand der Stadt am 30. April beschreibt. Klug und sehr witzig!

 

Als nächste folgte Tanja Dückers mit ihrem Roman „Hausers Zimmer“. Moderator Salli Sallmann vom rbb befragte die Autorin ausführlich zur West-Berliner Altbauwohnung, in der die Protagonistin des Romans Julika Zürn mit ihrer Familie lebt und von wo aus sie das Zimmer ihres Nachbarn, Hauser, beobachtet und träumt. 10 Jahre lang arbeitete Tanja Dückers an diesem Buch, das ein Gesellschaftsbild der Berliner Bezirke Wilmersdorf, Charlottenburg und Schöneberg der frühen 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zeichnet.

 

André Kubiczek las im Anschluss aus seinem neuen Roman „Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn“, eine Familiengeschichte aus der ehemaligen DDR, in der der Autor auch viel Autobiografisches miteingeflochten hat.

 

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Noch ein autobiografisch beeinflusstes Buch präsentierte Bernd Cailloux. „Gutgeschriebene Verluste“ ist ein Erinnerungsroman, der besonders die späten 1970er Jahren reflektiert, die Zeit, als Cailloux nach Berlin kam.

 

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Um 16 Uhr wurde der Literaturpreis Prenzlauer Berg 2012 verliehen. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Jan Brandt, Autor und Sieger des Jahres 2001, Frank Jakobs von der Literaturagentur Landwehr & Cie und Dr. Wilhelm Trapp vom Rowohlt Verlag.

Die 10 Nominierten hatten am Vormittag in der Bibliothek am Wasserturm ihre Texte zum Thema „Wildnis in der Stadt“ vorgetragen und warteten nun gespannt wie auch das Publikum auf die Entscheidung.

Es war keine leichte Wahl, die die Jury zu treffen hatte. Alle 10 Texte der Nominierten waren außerordentlich gut gelungen. Der erste Preis ging an Christoph Schreiber mit 1990. Den zweiten Preis erhielten Anna-Maria Brehm und Jan Decker.

 

 

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Jurymitglied Wilhelm Trapp moderierte danach auch den Auftritt von Albrecht Selge, der aus seinem Roman „Wach“ las.

Der Erzähler leidet an Schlaflosigkeit und spaziert nachts durch die Stadt. Er beobachtet, er denkt nach und nimmt den Leser mit auf seinen Spaziergang.

 

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Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch kündigten sich selbst mit den Worten „Hier kommt der Sonnenschein“ an, welches Versprechen sie auch absolut erfüllen sollten. Der Regen prasselte aufs Zeltdach und sorgte für durchaus romantische Stimmung, wie Herr Leo befand. Sie trugen drei der sehr unterhaltsamen Emailwechsel aus ihrem kürzlich erschienenen Buch „Sprechende Männer. Das ehrlichste Buch der Welt“ vor, in dem unter anderem die Thematik des systematischen Einkaufens durch präzise Anordnungen der Ehefrau auf Einkaufzetteln erörtert wurde.

 

 

Claudia Rusch und Nicol Ljubic lasen aus „Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit“, eine Sammlung von 17 Texten deutscher Autoren mit ausländischen Wurzeln, die beschreiben, wie es sich für sie anfühlt im Deutschland der Integrationsdebatten zu leben und ständig wieder in die Schublade der Migranten gesteckt zu werden. Unter anderem dabei: Beiträge von Ijoma Mangold, Hertha Müller und Selim Özdogan.

 

 

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Marion Brasch, hier mit Maxim Leo, Steffen Gommel, Sabeth Vilmar und Jochen-Martin Gutsch, war um 18 Uhr auf der Lesebühne mit ihrem ersten Roman „Ab jetzt ist Ruhe“, in dem sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt hat. Sie las ohne Mikrofon, da der Regen mittlerweile den Stromanschluss im Zelt außer Gefecht gesetzt hatte.

 

 

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Die Literaturagenten von radioeins begannen derweil mit der Live-Übertragung ihrer Sendung vom Kollwitzplatz.

Von 18-20 Uhr wurden tolle Bücher vorgestellt und interessante Interviews geführt.

Unter unserer Rubrik Pressestimmen findet man den Link zur Sendung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schlusslicht des Bühnenprogramms bildete der Schauspieler und Synchronsprecher Timmo Niesner, der aus Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ las. Das Publikum war ebenso angetan, wie seine eigenen Kinder, die nach dem Auftritt gleich mit auf die Bühne sprangen.

 

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Das Wetter hatte uns zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch war kaum jemandem die gute Laune zu verderben. Ob es die Gäste, die Autoren auf der Bühne oder die durchgefrorenen Verleger und Buchhändler an ihren Ständen waren, es freuen sich alle schon auf das Literaturfest im nächsten Jahr. Aber bitte ohne Regenpfützen!

 

 

 

 

 

 

Lesung mit Nina Bußmann am Dienstag, 5. Juni 2012

 

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In intimer Atmosphäre las Nina Bußmann am Dienstag Abend im Georg Büchner Buchladen aus ihrem im Suhrkamp Verlag erschienenen Debüt-Roman „Große Ferien“.

Ihre wohltuend angenehme Stimme und perfektionierte Vortragsweise ließ beim Zuhörer den Wunsch aufkommen, sie möge ihren Roman als Hörbuch selbst vertonen.

 

 

 

 

Fotos und Bericht: Alena Glandien

 
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