Jurymitglieder 2012

Jan Brandt

Autor, Preisträger 2001

Frank Jakobs

Literaturagentur Landwehr & Cie

Wilhelm Trapp

Lektor, Rowohlt Berlin Verlag

 
Literaturpreis Prenzlauer Berg: Die Gewinner 2011

1. Preis: Jenifer Joanna Becker

"Kinder-Gesichter"

 

2. Preis: Stefanie de Velasco

"Tigermilch"

 

3. Preis: Nicht vergeben.

 

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Sonntag, 5. Februar 2012
Di 16. 6. 2009, 20 h - Thomas B. Steinke
Mittwoch, 20. Mai 2009

Ort: VIVO ART SPACE, Cantianstraße 21, 10437 Berlin
(Ecke Gleimstraße / U2 Schönhauser Allee) Telefon 53 60 4740

 

Thomas B. Steinke liest mit der Schauspielerin Simone Berghäuser aus seinem Buch "Bronskis Treiben"


Am Saxophon: Fabian Czolbe

 

steinke.jpgBronski hat die elfenhafte Marie bei einer Ausstellungseröffnung erspäht. Eine Bildhauerin, die zupackende Squaw, soll ihm bei der Eroberung der Kindfrau helfen.

 Die Gattinnen der Maler sind zumeist einsam, ihre malenden Männer trinken oder betrügen sie, da hat Bronski leichtes Spiel. Bronski gibt sich als Zyniker und die Frauen verfallen gern dieser Masche. Auf die Verführung folgt eine heftige kurze Berauschtheit, bei der Bronski sich das Hirn herausvögelt, um dann rechtzeitig Schluss zu machen, bevor die Sache Ausmaße annimmt.

So erträgt Bronski seit nunmehr dreiundzwanzig Jahren seine Ehe und das Leben überhaupt. Aber dann gerät Bronski, dem Flaneur zwischen den Schößen, sein Leben aus der Bahn. In seinem Beruf macht er ungewollt Karriere, seine Frau trennt sich von ihm und die Squaw rettet ihm das Leben. Und am Ende denkt die Squaw, es wäre doch schade, Bronski jetzt zu verlieren. Sie hat schließlich viel Arbeit in ihn investiert. Da will sie auch mit ihm alt werden. Tapfer hat sich Bronski durch ihre sieben Prüfungen gequält. Er hat sich mit ihrer Hilfe halbwegs von der Gier, von der Hörigkeit, von der Eifersucht, von der Lüge, von der Angst, vom Hochmut und von der Gleichgültigkeit befreit. Kurz, dieser Bronski ist auf dem Weg vom Mann zum Menschen ganz gut vorangekommen. Jetzt muss sie ihn nur noch von der Macht heilen, dann ist alles halbwegs gut.

 
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